Wir über unsVorstellung und Ziel desFördervereins Bairische Sprache und Dialekte e.V. |
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Mitglied der Aktionsgemeinschaft Bayerische Sprachen
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„Die Verarmung und
Verschandelung des Hochdeutschen und unserer Umgangssprache nehmen erschreckend
zu. Das Sterben unserer Mundarten hat ein bedrohliches Ausmaß erreicht. Es
gibt aber keine bairische, österreichische, südtirolerische oder Schweizer
Identität ohne unsere Sprache mit ihrem Reichtum an Dialekten. Nur wer weiß, wo er
selbst herkommt, kann sich selbstbewußt und kritisch dem anderen öffnen. von der eigenen
Kultur vorhanden ist.“ |
Die Verarmung und Verschandlung
des Hochdeutschen und unserer Umgangssprache nehmen erheblich zu. Damit sind auch unsere Lebensart und Identität
bedroht.
In Kindergärten und Schulen, in Rundfunk und Fernsehen, in Freizeit und Arbeitswelt wird die heimatliche bairische Sprache kaum gefördert, ja oft mißachtet, aus Ignoranz verhöhnt, gar unterdrückt.
Wir wehren uns z.B. gegen
unbairische
Floskeln wie „tschüß“ oder „Knöllchen“
das schlampige „nich“ für „nicht“
den kupierten Artikel „ne“ statt
„nein“
die Flut nördlicher Importe wie „kucken“,
„Jungs“, „außen vor“, „Schnäppchen“, „ab und an“
die falsche
Betonung unserer Ortsnamen (links korrekte Aussprache)
„Irschenberg“
à
„Irschenberg“
„Prinzregententheater“
à
„Prinzregententheater“
„Sankt
Bartholomä“
à
„Sankt Baltomäea“
„Donnersbergerbrücke“
à
„Donnersbergerbrücke"
„Obermenzing“
à
„Obermen-zing“
„Gaschteig“
à
„Gasteig“
die Verdrängung einheimischer, ja
sogar hochsprachlicher Begriffe (Harke, Wippe)
namentlich auch bei Berufen, wie z.B.
und auf der Speisenkarten
, wie z.B.
Die bairische Sprache ist unser
ältestes und edelstes Kulturgut. Bairisch ist auch die Muttersprache in
Österreich und Südtirol.
Es gibt keine bairische
Identität ohne unsere Sprache mit ihrem Reichtum an Dialekten.
In unserem süddeutschen
Sprach- und Kulturraum führen wir uns eng verbunden mit dem nahverwandten
Fränkischen und Schwäbisch-Alemannischen.
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„Tätig zu sein ist
unsere Bestimmung.“ Erzherzog Johann |
...unsere angestammte Mundart
im Alltag selbstbewußt zu verwenden
...auch beim Gebrauch der
Hochsprache nicht die nördliche Aussprache nachzuahmen, die der Duden anmaßend
als „Standardsprache“ vorschreibt.
„König Ludwig“
à „Könich
Ludwich“
„zwanzig Grad und windig“
à „zwanzich
Grat und windich“
„vertraglich“
à „vertrachlich“
„Bad“
à „Bat“ oder „Kind“
à „Kint“ oder „Geld“
à „Gelt“
„Chemi““
(>Kemie<)
à
„Schemie“ oder „Chirurg“
à „Schirurg“
„Chef“
à „Cheff“
„bisher“
à „bisher“
Wer als Bayer so redet,
dem fehlt der Stolz.
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„Wer heute versucht,
etwas Bewahrenswertes zu bewahren, der muß schon fast ein Revolutionär sein.“ Erhard Eppler |
Wir wissen, daß alle
politischen Parteien, die für Bayern eintreten, unsere Arbeit begrüßen. Wir wollen
mit der Staatsregierung, den Behörden, den Medien, den Vereinen, die bereits
Sprache und Brauchtum pflegen, eng zusammenarbeiten.
Wir möchten vor allem die Jugend ansprechen und sie gemeinsam mit Elternhaus und Schule wieder stärker für die bairische Sprache begeistern.
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„Damit Traditionen
jedoch nicht zu inhaltlosen, rückwärtsgewandten Hüllen erstarren, müssen sie
von jeder Generation immer wieder neu interpretiert und in das eigene Leben,
in den eigenen Alltag integriert werden. Traditionen pflegen und
gleichzeitig für Erneuerung und Innovation offen sein – nur auf dieser Weise
bleibt unsere Kultur auch für die Zukunft lebendig und behält ihren
Stellenwert.“ Sabina Kasslatter-Mur, Südtir. Kulturlandesrätin |
Wir sind weder nostalgische
Anbeter alter Aschen noch Träumer einer vergangenen Ära. Wir sind weltoffen,
modern und realistisch.
Wir sind u.a. Ärzte,
Rechtsanwälte, Pädagogen, Ingenieure, Handwerker, Wissenschaftler, Professoren,
Schauspieler, Autoren – ja sogar der Heiliger Vater, der
Papst selber – und Personen aus allen Schichten der Gesellschaft, die
eins verbindet – die Liebe zur Heimat und der Wunsch, diese Heimat – eine 1200
Jahre alte Kultur, die zu den ältesten Europas zählt – für zukünftige
Generationen zu erhalten.
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„Treu dem guten
Alten, aber darum nicht minder empfänglich für das gute Neue.“ Erzherzog Johann |
Wir lieben unser Bayern,
aber wir träumen nicht in Nostalgie. Wir müssen unsere mehr als tausend Jahre alte
Sprache schützen, pflegen und bewahren. Nicht den Nationalstaaten mit ihren oft
willkürlichen Grenzen gehört die Zukunft in einem geeinten Europa, sondern den
viel älteren Regionen und ihrer gewachsenen Kultur.
Helfen Sie mit, daß das
Bairische, Fränkische und Schwäbische, daß die süddeutsche Art zu reden und zu
leben, erhalten und gestärkt wird.
Ihre Mitgliedschaft im Förderverein Bairische Sprache und Dialekte hilft, diese Ziele mit Nachdruck anzustreben und zu verwirklichen.
Stand 01.03.2007:
FBSD
Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V.
Ingelsbergerweg 13
D-85604 Zorneding
Telefon: 08134 / 9315-11
Fax: 08134 / 9315-13
Internet:
www.fbsd.de
E-Post:
fbsd@fbsd.de
(1. Vorsitzender)
geschaeftsf@fbsd.de
(Geschäftsführer/Mitgliederverwaltung)
FBSD@bairische-sprache.de (Termine, Anregungen zum Internetauftritt)
oder nehmen Sie Kontakt mit einem unserer Landesverbände in Ihrer nähe auf: Landschaftsverbände
Kontaktaufnahme mit dem FBSD-Netzmoasta: Netzmoasta@bairische-sprache.com
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Aktualisiert am 7. August 2008
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