Sprossvokale sind Laute, die Wörter eingeschoben werden, um die Artikulation der Liquidlaute r, l und b zu erleichtern bzw. um diese zu erhalten.

In der Konsonantenkombination rt wird das r zum Reibelaut ch verändert, z.B. fẹrteg, ähnlich bei rg, lk, lch.

 

Auf dem Mundartgebiet, das heute als das Mittelbairische gilt, wurde zwischen rund r und b in althochdeutscher Zeit ein Wucherlaut (auch Sprossvokal genant) entwickelt.

 

In Bearbeitung - Wucherlaute

 

mit Wucherlaut

Schriftdeutsch

Årawacht

Arbeit

Bacht

Bart

Bäreg, Berig / Beareg

Berg

Büüli

Bilch (Synonym für "Siebenschäfer"

Dorif

Dorf

Fårib

Farbe

fechteg

fertig

feribn

färben

folen folgen

morigen

morgen

Gweleb

Gewölbe

Hächts

Herz

hareb (mhd hærwe)

haribm / harbm / harem

(beleidigt)

ärgern

Herrist / Hiarest / Herest / Hörwist ahd. herbist (mhd. herbest)

Herbst

Kira(cha)

Kirche

Khoreb / Korib / Khurib

Korb

määra

mehr

Mårik

Markt

Mule Milch

schdiarebst

stirbst

Sturim

Sturm

Tulipan

Tulpe

Woareb

(Sensenstiel, mhd. warp = Drehung, Wendung, verw. mit werfen” vgl. "Warpdrive", "Warpkern", "Warpantrieb"!)

Wal / walign

unbestimmte Zeitspanne

wårim / warem / worem

warm

aröm / arem

arm

steröm / stärem

sterben

Turim

Turm

Wurim

Wurm

 

 

 

Zurück zur Lehrgangs-Seite
 
Seite zuletzt aktualisiert am 24. Feber 2009